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| Top Ten "Wegbereiter": Euklid Al Chwarizmi Babbage Gödel Turing Zuse Aiken von Neumann Eckert, J. Mauchly | [Impressum und Quellenangaben] |
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| Cäsar
Gaius Julius * 13.7.100 v.Chr. 15.3.44 v.Chr. |
Ein großer Feldherr - und ein Anwender von Verschlüsselungsverfahren
Nach seiner Jugendzeit in Rom verbrachte Cäsar bis ca. 70 v.Chr. lange Zeit im Osten des römischen Reichs. Neben seinen Studien erwarb er sich dort Verdienste durch siegreiche Kämpfe gegen Mithridates VI. und Piraten. 84 heitatete Cäsar zum ersten Mal; insgesamt war er drei mal verheiratet und pflegte außerdem ein Verhältnis mit Cleopatra. Nach dem Bürgerkrieg, den der diktatorische Sulla für sich entschied, begann Cäsars politische Karriere mit zunehmend einflussreicheren Ämtern in Rom. 62 befriedete Cäsar als Statthalter der iberischen Halbinsel innere Aufstände und führte weitsichtige Reformen ein. 69 wurde er Consul in Rom und Statthalter für Oberitalien, Südfrankreich und Dalmatien. In siegreichen Feldzügen von 58 bis 51, die ihn bis nach Britannien und an den Rhein führten, unterwarf er durch seinen Triumph über Vercingetorix schließlich Gallien. Mit De bello Gallico, einem minutiösen Bericht über den Gallischen Krieg, machte sich Cäsar auch einen Namen als Schriftsteller. Cäsar war nun der mächstigste Mann Roms, sah sich jedoch Intrigen des Senats ausgesetzt, angeführt durch Pompeius. Cäsar kam im Jahr 49 einer Entmachtung durch den Einfall mit seiner Armee nach Rom zuvor. In dem nachfolgenden Bürgerkrieg besiegte er 48 Pompeius und in den beiden folgenden Jahren dessen Anhänger in Spanien, Nordafrika und Ägypten. In den eroberten Gebieten stärkte Cäsar sogleich die römische Herrschaft durch Institutionalisierung von Recht und Ordnung. Eines seiner großen Verdienste ist ferner die Einführung des Julianischen Kalenders. Dieser Konsolidierungsprozess wurde später durch Augustus fortgesetzt. Anfang 44 wurde Caesar zum Diktator auf Lebenszeit berufen. Kurz darauf wurde er jedoch in einer durch Brutus und Cassius angezettelten Verschwörung in Rom ermordet. Cäsars Beitrag zur Informatik ist die Verwendung einer als Cäsar-Code bekannten Verschlüsselungsmethode in großem Stil. |
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| Cerf
Vinton G. * 23.6.1943 |
ARPANET, TCP/IP und die Zukunft des Internet
Vinton Cerf studierte ab 1961 Mathematik an der Stanford University. Anschließend arbeite für zwei Jahre bei IBM, ging dann jedoch an die University of California Los Angeles (UCLA), wo er 1970 in Computer Science promovierte. 1972 bis 1978 arbeitete er als Assistenz-Professor an der Stanford-University, dann wurde er Vizepräsident der Corporation for National Research Initiatives (CNRI). In dieser Zeit arbeitete er zusammen mit R. Taylor am ARPANET (Advanced Research Project Network) mit, einem militärischen Vorgänger des Internet. Zusammen mit Bob Kahn, dem damaligen ARPANET-Direktor, entwickelte er TCP/IP, das Protokoll für die gesamte Kommunikation im Internet. Cerf wechselte zur Firm MCI, wo er die Entwicklung des ersten kommerziellen E-Mail-Service leitete. Seit 1992 ist er Präsident der Internet Society und seit 1994 Vizepräsident bei WorldCom mit dem Zuständigkeitsbereich Internet-Architektur. Zusammen mit der NASA arbeitet er am Design eines interplanetaren Internet. Vinton Cerf ist verheiratet und hat zwei Kinder. Bedeutende Beiträge zur Entwicklung des Internet stammen ferner von J. Licklider, F. Heart, L. Kleinrock und L. Roberts. |
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| Chaitin
* ? |
Chaitin |
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| Chappe
Claude * (Frankreich) + (Frankreich) |
Nachrichtenübermittlung durch den Flügeltelepraphen
Der französische Arzt Claude Chappe baute 1794 den ersten Flügeltelegraphen, mit dem unter Verwendung von Fernrohren auf optischem Wege Nachrichten über weite Entfernungen übermittelt werden konnten. Anders als mit den bereits aus der Antike bekannten optischen Signalgebern (z.B. den "Fackeln des Polybios" oder einfachen Flaggenzeichen), konnten nun durch eine den Flügelstellungen entsprechende Zeichencodierung ganze Texte übermittelt werden. |
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| Chomsky
Noam Avram * 7.12.1928 |
Grammatik, Syntax und Computer-Linguistik
Noam Chomsky studierte an der University of Pennsyslvania und in Harvard Linguistik, Mathematik und Philosophie. Nach seiner Promotion 1955 ging er ans Massachusetts Institute of Technology (MIT), wo er 1961 Professor für Linguistik und Philosophie wurde. Seine vielbeachtete Arbeit "Syntactic Structures" revolutionierte die Linguistik und legte den Grundstein für die Computer-Linguistik, die wiederum das theoretische Fundament von Programmiersprachen und Compilern bildet. Chomsky gehört zu den wichtigen Philosophen unserer Zeit und er mischt sich durch kritische Essays aktiv in die internationale Politik ein. Noam Chomsky ist verheiratet und hat zwei Kinder. |
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| Church
Alonzo * 14.6.1903 + 11.8.1995 |
Berechenbarkeit, Lambda-Kalkül und die Church-Turing-These
Church studierte an der Princeton University Mathematik und promovierte dort 1927. Er verbrachte dann je ein Jahr in Harvard und in Göttingen. Von 1929 bis 1967 war er Professor für Mathematik in Princeton, danach bis zu seiner Emeritierung an der University of California. Seine Arbeitsgebiete umfassten mathematische Logik, Zahlentheorie und theoretische Informatik. 1930 entwickelte er das Lambda-Kalkül zur theoretischen Beschreibung der Berechnung von Funktionen mit Computern. Einer von Churchs Doktoranden war Alan Turing; aus dieser Zusammenarbeit entstand die Church-Turing These, die besagt, dass alle angemessenen theoretischen Beschreibungen eines Computers (beispielsweise Lambda-Kalkül und Turing-Maschinen) äquivalent sind. Bekannt ist ferner Church's Theorem zur Entscheidbarkeit der Arithmetik. |
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| Codd
Edgar F. * 19.10.1923 |
Der Erfinder relationaler Datenbanken
Codd studierte an der University of Michigan Mathematik und promovierte dort 1963 mit einer Arbeit über zelluläre Automaten, die 1968 als Buch erschien. Die Jahre 1942 bis 1945 verbrachte Codd bei der Luftwaffe, die er als Hauptmann verließ. Nach kurzer Tätigkeit als Dozent für Mathematik an der University of Tennessy ging er zu IBM und blieb dort bis 1984. Während seiner Tätigkeit bei IBM entwickelte Codd das Prinzip der relationalen Datenbanken, die rasch die um 1961 durch Bachmann bei General Electric eingesetzten ersten und recht einfachen hierarchischen Datenbanken ablösten. Erst die Einführung relationaler Datenbank-Management-Systeme (RDBMS) führte dazu, dass Datenbanken zu einer der Hauptanwendungen von Computern werden konnten. Bekannt sind die 1974 aufgestellten 12 Codd'schen Regeln als Kriterien zur Bewertung von Datenbanksystemen. Nach seiner Pensionierung gründete Codd zwei im Bereich Schulung und Beratung für Datenbankanwendungen tätige Firmen. |
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| Cray
Seymour * 28.9.1925 + 5.10.1996 |
Vektorrechner und Supercomputer
Seymour Cray studierte an der Minnesota University Electrical Engineering und erwarb dann an derselben Universität 1950 den Master of Science in angewandter Mathematik. Nach Abschluss seines Studiums arbeitete er bei der Firma ERA an der Entwicklung wissenschaftlicher Rechner für die US Navy. 1957 verließ er die ERA und wurde Direktor der von ihm mitgegründeten Control Data Corporation (CDC). Die CDC baute die damals leistungsfähigsten Großrechner; dort erfand Cray die RISC-Technologie (von Reduced Instruction Set Computing) eingesetzt. 1972 gründete Cray die Firma Cray Research. Unter seiner Leitung wurden die ersten Supercomputer gebaut. Dies beinhaltete die Entwicklung von Multi-Prozessor-Systemen, von Vektor-Registern und effizienten Kühlmethoden. Die 1976 fertiggestellte Cray 1 setzte Maßstäbe in der neuen Diszipin des Supercomputing. Cray blieb bis 1980 in der Firmenleitung tätig und arbeitete dann bis zum Verkauf der Firma in 1994 an Silicon Graphics nur noch als Berater. Der Versuch, mit der neue gegründeten Firma Cray Computer Corporation den Bau von Supercomputern wieder aufzunehmen, scheiterte daran, dass nicht genügend Investoren gefunden werden konnten. 1996 starb Seymour Cray an den Folgen eines Autounfalls, mitten in den Vorbereitungen zur Gründung der neuen Firma SCR. |
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