Galerie der Computer-Pioniere    


 
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D: Darwin   d'Aurillac   Diffie   Dijkstra   E: Eckert, J.   Eckert, W.   Edison   Eratosthenes   Escher   Euklid   Euler  
F: Fanning   Fechner   Feynman   Fermat   Flynn   Fourier   Fredkin   Frege   G: Gates   Gauß   Gödel   Gosling  
H: Hahn   Hamilton   Hamming   Harel   Hellman   Hershey   Hertz   Hilbert   Hoare   Hofstadter   Holland   Hollerith   Hopper   Horner   Huffman  
I,J: Jacobsen   Jacquard   Jobs   Joy   K: Kant   Kernighan   Keynes   Kildall   Kleene   Knuth   Kolmogorow   Korn   Kronecker   Kruskal   Kuratowski  
L: Lai   Landis   Leibniz   Lempel   Levenshtein   Lindenmeyer   Lovelace (Ada)   M: Mandelbrot   Marconi   Mauchly   McCarthy   McCreight   Moravec   Morse  
N: Nassi   Naur   von Neumann   Newton   Nyquist   O,P: Papert   Pascal   Patterson   Peano   Penrose   Prigogine  
Q,R: Radó   Rechenberg   Reis   Ritchie   Rivest   Rumbaugh   Russel   Rutishauser  
S: Schickard   Schroedinger   Shamir   Shannon   Shell   Shneiderman   Silvester II   Stibitz   Stroustrup   Szilard  
T: Thompson   Thue   Tomlinson   Torvalds   Trémeaux   Turing   U: Ulam   V: Venn   Vernam   Veuve-Clicquot   Vigenére  
W: Warshall   Watson   Weizenbaum   Welch   Wiener   Wirth   Wozniak   X,Y,Z: Zadeh   Zimmermann   Ziv   Zuse  
Top Ten "Wegbereiter":    Euklid   Al Chwarizmi   Babbage   Gödel   Turing   Zuse   Aiken   von Neumann   Eckert, J.   Mauchly   [Impressum und Quellenangaben]

 
Hahn
Philipp Matthäus

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  Hahn  
 
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Hamilton

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  Hamilton  
 
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Hamming
Richard Wesley

* 11. Februar 1915
Chicago (USA)

+ 7. Januar 1998
Monterey (USA)

  Ein neues Feld der Codierungstheorie: Fehlerkorrigierende Codes

Hamming studierte bis 1939 an der University of Chicago und an der University of Nebraska Mathematik. 1942 promovierte er an der University of Illinois. Anschließend war er am Manhattan-Projekt in Los Alamos an der Entwicklung von Atomwaffen beteiligt. 1946 wechselte Hamming zu den Bell Telephone Laboratories und arbeitete dort mit Shannon und Tukey zusammen. 1976 wurde er Professor für Computer Science an der Naval Postgraduate School in Monterey. Hamming entwickelte um 1950 die Theorie der fehlererkennenden und -korrigierenden linearen Codes, die als Hamming-Codes bekannt wurden. Daraus entstand ein neues Gebiet der Informationstheorie, das von fundamentaler Bedeutung für die Entwicklung von Computern ist. 1956 arbeitete Hamming am Design der IBM 650 Computer mit. Außerdem war er an der Entwicklung von Programmiersprachen beteiligt. Ein weiteres Interessensgebiet war die numerische Mathematik, insbesondere Lösungsmethoden für Differentialgleichungen sowie die Fourier-Analyse.

 
 
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Harel

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  Harel  
 
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Hellman
Martin E.

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  Eine zündende Idee: Falltürfunktionen als Grundlage der Kryptografie

Hellman entdeckte 1975 zusammen mit W. Diffie die Verwendbarkeit von Falltürfunktionen als Grundlage der Public Key Cryptography, also der Verschlüsselung von Nachrichten mit öffentlichen Schlüsseln. Ähnliche Methoden wurden allerdings schon früher und unabhängig davon bereits durch James Ellis im englischen Geheimdienst untersucht.

 
 
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Hershey

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Hertz
Heinrich

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  Hertz  
 
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Hilbert
David

* 23. Januar 1862
Königsberg (Ostpreussen, heute Russland)

+ 14. Februar 1943
Göttingen (Deutschland)

  Der einflussreichste Mathematiker seiner Zeit scheiterte mit seinem Programm der axiomatischen Fundierung der Mathematik an Gödels Theorem

Hilbert wuchs in Königsberg auf und studierte an der dortigen Universität Mathematik. Nach seiner Promotion in 1883 blieb er als Assistenzprofessor zunächst an der Universität Königsberg. 1895 nahm er den Ruf als Professor für Mathematik in Göttigen an und blieb dort bis zu seiner Emeritierung in 1930. Göttingen war damals ein geistiges Zentrum und die mathematische Fakultät die renommierteste Deutschlands, wenn nicht der ganzen Welt. Hilbert beschäftigte sich mit Geometrie, algebraischer Zahlentheorie, mathematischer Analysis, Quantenmechanik und Feldtheorie. Nahezu gleichzeitig mit Einstein entdeckte er 1915 die Feldgleichungen der allgemeinen Relativitätstheorie. Berühmt wurden seine beiden 1934 und 1939 erschienenen Bücher "Grundlagen der Mathematik". Einige der 23 Hilbert'schen Probleme sind noch heute eine Herausforderung für die Mathematik. Ähnlich wie Russel wollte Hilbert die Mathematik axiomatisch begründen und deren Widerspruchsfreiheit und Vollständigkeit beweisen. Für die Euklid'sche Geometrie ist ihm dies auch gelungen und es war sein sehnlichster Wunsch, diesen Beweis auch für die Zahlentheorie zu führen. Dieses Programm scheiterte jedoch 1931 an Gödels Unvollständigkeitstheorem.

Bemerkenswert ist auch Hilberts Einsatz für die Öffnung universitärer Stellen für Frauen. Nach seinem Motto "das Geschlecht darf keine Rolle spielen, denn Universitäten sind schließlich keine Badehäuser" setzte er durch, dass die geniale Mathematikerin Emmy Noether, von der das für die naturwissenschaftliche Mathematik fundamentale Noether'sche Theorem stammt, in Göttingen lehren konnte.

 
 
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Hoare
Charles Anthony Richard, Sir

* ? 1934
? (England)

  Strukturierte Programmierung, Quick-Sort und Transputer

"Tony" Hoare studierte Philosopie an der Universität Oxford (England) und später Statistik und Wahrscheinlichkeitstheorie an der Universität Moskau. Er arbeitete zunächst acht Jahre bei der Computer-Firma Elliot Brothers, um dann 1968 als Professor für Computing Science an die Universität Belfast gehen. 1977 kehrte er als Professor für Computing an die Universität Oxford zurück. Hoare widmete sich den Themen Algorithmik, Programmiersprachen, Parallelverarbeitung und Beweistechniken. Er entwickelte zusammen mit Dijkstra das Konzept der strukturierten Programmierung. Unter seiner wissenschaftlichen Begleitung entstand bei der Firma INMOS in England die richtungweisende Transputer-Architektur mit der ersten gut für die Programmierung paralleler Prozesse geeigneten Programmiersprache OCCAM. Hoare fand außerdem in 1959 den als Qick-Sort bekannten bislang effizientesten Sortier-Algorithmus.

 
 
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Holland
John H.

* 1944 (USA)

  Genetische Programmierung, KI, Parallelverarbeitung und multidisziplinäre Forschung

John Holland studierte am Massachusetts Institute of Technologie (MIT) und promovierte an der University of Michigan 1959 als erster Absolvent im Fach Computer Science. Holland wurde an derselben Universität Professor für Computer Science and Electrical Engineering und außerdem aktives Mitglied des Santa Fee Instituts, das sich mit multidisziplinärer Forschung beschäftigt. John Holland war 1975 der wichtigste Mitbegründer der Genetischen Programmierung. Es ist dies eine Methode, mit Hilfe von Computern Probleme zu lösen, ohne den Lösungsweg explizit programmieren zu müssen. Aufbauend auf den Lehren Darwins und der Verwendung von Evolutions-Strategien in der Programmierung (Ingo Rechenberg) wird eine Anzahl von meist zufällig gewählten Näherungslösungen als Genpool interpretiert und nach definierten Regeln mutiert, rekombiniert und einer Auswahl nach dem Prinzip "survival of the fittest" unterzogen. Insbesondere Optimierungsaufgaben lassen sich damit effizient lösen. Die genetische Programmierung spielt ferner bei der Simulation künstlichen Lebens und künstlicher Intelligenz eine wichtige Rolle.

 
 
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Hollerith
Hermann

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  Der Erfinder der Lochkarte

Das Speichern von Daten auf Lochkarten wurde durch Hollerith perfektioniert und 1886 in einer amerikanischen Volkszählung erstmals in großem Stil eingesetzt. 1896 gründete Hollerith die Tabulating Machine Corporation, die 1924 bei der Gründung von IBM mit dieser Firma fusionierte.

 
 
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Hofstadter
Douglas R.

* ca. 1945 (USA)

  Computer, Musik, Gödels Theorem und maschinelle Intelligenz

Douglas Hofstadter studierte Physik an der University of Oregon und promovierte dort 1975. Mit dem Bestseller Gödel, Escher, Bach gelang ihm ein Meisterwerk, das in keinem Informatiker-Bücherschrank fehlen sollte und ihm 1980 den Pulitzer-Preis einbrachte. Typographische Zahlentheorie, Berechenbarkeit, Gödels Theorem und Fragen der künstlichen Intelligenz werden auf verständliche, amüsante und dennoch tiefgründige Art und Weise erläutert. Hofstadter ist heute Professor für Cognitive Science and Computer Science an der Indiana University (USA).

 
 
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Hopper
Grace Brewster, born Murray

* 9.12.1906
New York (USA)

+ 1.1.1992
Arlington (USA)

  Grace Hopper schrieb den ersten Compiler und legte den Grundstein für COBOL.

Grace Murray studiere von 1924 bis 1928 Mathematik und Physik am Vassar College in New York. Aschließend setzte sie mit einem Stipendium ihre Ausbildung an der Yale University fort, wo sie 1934 in Mathematik promovierte. 1930 heiratete sie Vincent F. Hopper, der an der New York University Englisch lehrte. Bis 1943 war Grace Hopper am Vassar College tätig, zuletzt als Associate Professor für Mathematik. Während des zweiten Weltkriegs setzte Grace Hopper gegen Widerstände ihre Aufnahme in der US Navy durch. Nach einer militärischen Ausbildung, die sie als Leutnant abschloss, arbeitete sie ab 1944 zusammen mit Aiken in Harvard am Mark I Computer und später am Mark II Computer an militärische Projekten. 1946 verließ sie das Militär, blieb jedoch bis 1949 in Harvard, um dann in der Eckert-Mauchly Computer Corporation am Bau des UNIVAC mit zu arbeiten. Sie war ferner an der Entwicklung der Programmiersprache Flow-Matic beteiligt und schrieb dann den ersten Compiler. Damit legte Grace Hopper den Grundstein für die Entwicklung von COBOL. Sie blieb während ihres gesamten Berufslebens durch zahlreiche Gastprofessuren (unter anderem an der George Washington University) der akademischen Welt verbunden. 1967 kehrte sie in den aktiven Dienst der Navy zurück und verließ diese erst 1986, mittlerweile Admiral und mit 80 Jahren ältestes Mitglied des Militärs. Auch danach, bis 1990, war sie noch als Beraterin für die Digital Equipment Corporation tätig. Grace Hopper wurde vielfach ausgezeichnet, unter anderem mit dem höchsten Orden, den das US Verteidigungsministerium zu vergeben hatte.

 
 
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Horner
William George

* 1786
Bristol (England)

+ 22. September 1873
Bath (England)

  Das Horner-Schema zur effizienten Polynomberechnung

William Horner war Schüler der Kingswood School in Bristol. Bereits im Alter von 14 Jahren wurde er dort Hilfslehrer und vier Jahre später Lehrer. 1809 verließ er Bristol und gründete in Bath eine eigene Schule. Horners einziger bemerkenswerter mathematische Beitrag betraf die Lösung algebraischer Gleichungen und wurde 1819 veröffentlicht. Berühmt ist das darin beschrieben Horner-Schema zur effizienten Berechnung von Polynomen durch geschicktes Ausklammern. Es ist dies ein einfaches und didaktisch beliebtes Beispiel zur anschaulichen Erläuterung des Begriffs der Komplexität. Allerdings hatten einige Jahre zuvor der Italiener Ruffini und bereits im Jahre 500 vor Christus der Chinese Chu Shih-Chieh ähnliche Methoden verwendet. Nach Horners Tod in 1873 übernahm sein Sohn William die Leitung der Schule in Bath.

 
 
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Huffman
David A.

* 9. April 1925
Alliance (USA)

23. Oktober 1999
Santa Cruz (USA)

  Der Huffman-Code, ein wichtiger Bestandteil
der JPEG-Kompression

Huffman studierte an der Ohio State University in Columbus und promovierte 1953 am Massachusetts Institute of Technologie (MIT). Anschließend wurde er dort Assistenzprofessor und 1962 ordentlicher Professor. Später wechselte er an die Universität Santa Cruz und gründete dort die Fakultät für Computer Science. Er beschäftigte sich mit Codierungstheorie, Signaltehorie und Automatentheorie. Sein größter Erfolg war die 1952 veröffentlichte Entdeckung des Huffman-Codes. Er baute dabei auf Shannons Informationstheorie und Vorarbeiten von R. M. Fano auf, der die Idee, dass häufig auftretende Zeichen kurze und selten auftretende Zeichen lange Codewörter zugeordet wird, zur Datenkompression nutzte. Dieses Prinzip wurde bereits im Morse-Alphabet verwendet, allerdings nicht für einen Binär-Code und ohne mathematische Strenge. Vom Huffman-Code ist hingegen bewiesen, dass er die effizienteste Methode der verlustfreien Kompression von Einzelzeichen durch Redundanz-Minimierung ist. Der Huffman-Code ist von größter praktischer Bedeutung, da er in nahezu allen Kompressionsverfahren, insbesondere im JPEG-Verfahren, als ein Schritt eingesetzt wird.

 

 

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