Anrechnung der Leistung (ab IPA18)

 

Umfang und Inhalt von IPA entsprechen drei auf die Industrielle Projektarbeit abgestimmten FWPM (Fachwissenschaftliche Wahlpflichtmodule) mit insgesamt 8CP.
Um die Noteneintragungen vornehmen zu können, müssen sich die IPA-Studierenden für die drei IPA-Wahlpflichtmodule (rein formal) im Online-Service-Center “zur Prüfung” anmelden. Diese “Prüfungsanmeldung” im OSC ist in dem Sommersemester vorzunehmen, in dem die Endpräsentationen abgehalten werden!

(An der FWPM-Wahl über die WI-Community müssen/können Sie nicht teilnehmen! Sie entscheiden sich für IPA über eine offizielle Bewerbung.)

Fachliche Würdigung
Fachhochschulabsolventinnen und -absolventen sind seitens der Industrie besonders geschätzt, wenn sie neben theoretischem Wissen über fundierte Praxiserfahrungen in der Bewältigung komplexer und für die Industrie typischer Aufgabenstellungen verfügen. Die Fakultät für Wirtschaftsingenieurwesen ermöglicht seinen Studierenden mittels IPA diese erwünschte Qualifikation in Zusammenarbeit mit namhaften Industriefirmen unter Betreuung durch Hochschuldozenten zu erwerben. Durch die Aufgabenbearbeitung in Teams wird auch die Sozialkompetenz erheblich gefördert. Die an IPA teilnehmenden Studierenden verschaffen sich praktische Erfahrungen und Kompetenzen in der Definition, Strukturierung, Bearbeitung und Präsentation industrieller Aufgabenstellungen, wobei angestrebt wird, die erarbeiteten Erkenntnisse möglichst auch in die Tat umzusetzen. Auf diese Weise werden wichtige Ausbildungsziele „on the job“ erreicht.
FWPM 1: „Industrielle Projektarbeit“ (4CP)
Die studentischen Projektteams sollen ihre Aufgabenstellungen nach anerkannten Standards unter Mitwirkung der Industriefirmen klar definieren und konkretisieren. Dabei werden die Kernpunkte des Projekts herausgearbeitet und in der Bearbeitung konsequent verfolgt. Außerdem werden die Risiken des Projekts aufgezeigt und finden in der Umsetzung Beachtung.
Die studentischen Projektbearbeiter organisieren sich in Abstimmung mit den beauftragenden Industriebetrieben und den betreuenden Professoren als Team nach innen (klare Aufgaben- und Rollenverteilung der Beteiligten) und außen, und vertreten ihre Ergebnisse gemeinsam durch regelmäßige Dokumentationen und Präsentationen. Es sind Termin-, Meilenstein-, Ressourcen- und Aktionspläne sowie Fortschrittsberichte anzufertigen, die dem betreuenden Personenkreis eine Bewertung der geleisteten Arbeiten ermöglichen. Meetings, Besprechungen, Präsentationen organisieren die Teammitglieder selbständig und führen diese nach anerkannten Standards durch.
Die Teammitglieder agieren eigenständig in der Erarbeitung, Planung und Durchführung des Projekts. Dabei steht die abgestimmte Zusammenarbeit des Teams im Vordergrund. Bei Problemen und Spannungen im Team sorgen sie für deren gemeinsame Lösung bzw. Beseitigung. Die Studierenden werden in einem IPA-Vorbereitungskurs entsprechend geschult.

Bewertet werden insbesondere:
Klare Analyse und Darstellung der Aufgaben sowie der Ziele des Projekts / Aufteilung der Aufgaben entsprechend der Fähigkeiten und Kompetenzen der Teammitglieder / ggf. besondere Anforderungen an das Team / Zeit- und Ressourcenplanung / Fokussierung auf die Kernpunkte / Zielorientierung / Darstellung und Beachtung der Projektrisiken / Eigenständigkeit bei der Erarbeitung, Planung und Durchführung des Projekts / Qualität und Umsetzung der erarbeiteten Ergebnisse

FWPM 2: „Wissenschaftliches Arbeiten“ (2CP)
Die studentischen Projektbearbeiter sollen unter Einbezug wissenschaftlicher Standards schlüssig und strukturiert arbeiten. Dazu gehören eine strukturierte Recherche, die Qualität der wissenschaftlichen Argumentation und die fundierte Herleitung von Ergebnissen. Außerdem wird auf die Darstellung von Methoden, das Belegen von Argumenten und die korrekte Wiedergabe von Fakten Wert gelegt.
Der Einsatz von wissenschaftlicher Terminologie und die kritische Reflexion der Arbeit runden das Gesamtbild ab.
Die Studierenden werden innerhalb eines Trainingsblocks des PLV-Einführungsblocks entsprechend auf wissenschaftliches Arbeiten geschult. Zusätzliche Infos zum PLV in den FAQs bzw. in der WI-Community unter Lehrveranstaltung ‚Praxisbegleitende Lehrveranstaltung‘: „Organisatorische Hinweise PLV Bachelor“

Bewertet werden insbesondere:
Schlüssigkeit und Struktur der Projektarbeit / strukturierte Recherche und Informationsbeschaffung (inkl. Befragungen und Interviews) / Strukturierung komplexer Zusammenhänge / Qualität der wissenschaftlichen Argumentation / fundierte Herleitung und Darstellung von Lösungsansätzen und -methoden sowie der Projektergebnisse / Belegen von Argumenten und korrekte Wiedergabe von Fakten / Verbindung von Theorie und Empirie / kritische Reflexion der Projektarbeit und Problembewusstsein

FWPM 3: „Präsentationsmethodik“ (2CP)
Durch IPA sollen die Studierenden ihre Präsentationskompetenz regelmäßig evaluieren und verbessern. Insbesondere ist durch turnusmäßiges Präsentieren von (Teil-)ergebnissen der wegweisende Konsens unter den Projektbeteiligten zu suchen. Die studentischen Projektteams präsentieren nach anerkannten Standards unter Zuhilfenahme unterschiedlicher Medien (Flipchart, Moderationswand, Beamer, Multimediaeinsatz). Sie lernen projektbezogen einzelne Präsentationen so zu planen, vorzubereiten und durchzuführen, dass sie qualitativ hochstehend, zielführend und ökonomisch sind. Feedback im Team und durch die Betreuer fördern die Weiterentwicklung des persönlich wirksamsten Stils. Die Studierenden werden in einem IPA-Vorbereitungskurs entsprechend geschult.

Bewertet werden insbesondere:
Wahl und Einsatz der Präsentationsmittel und -methoden / Qualität der verwendeten Medien / Darstellung, Erörterung und Dokumentation des Projektes und dessen Struktur / Qualität der Berichte und Informationen (intern, extern) / Präsentationsvorträge (Struktur, Dramaturgie, Visualisierung, Vortragsweise – frei, verständlich, eindeutig und präzise artikuliert -, Timing)